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Frei nach Sonja Spitzer, Angela Greulich, Bernhard Hammer, Mai 2022

Immer wieder beschäftigt mich in der Zusammenarbeit mit meinen Klient*innen die Lebensfrage, eine Entscheidung für oder gegen die Elternschaft zu treffen. Die Entscheidung ist sehr persönlich, von eigenen Werten und Vorstellungen geprägt, aber auch von dem wirtschaftlichen Umfeld und einer gesellschaftlichen Ausrichtung beeinflusst. 

So bin ich auf eine Studie „The subjective cost of young children: a European comparison“ gestoßen. Die Studie basiert auf Daten aus 30 Europäischen Ländern aus den Jahren 2004 bis 2019. 

Obgleich subjektive Kosten in dieser Studien schwierig zu messen waren, da persönliche Einflussfaktoren, familiäres Umfeld, notwendiges Einkommen für die Familiengründung etc. schwierig zu gewichten und in den Vergleich zu bringen waren, stellt die Studie objektive Kosten in einen Vergleich. So wird eine Aussage über Machbarkeit getroffen. 

Die Ergebnisse variieren stark in den unterschiedlichen Länderclustern (Nordic, Western, German-Speaking, Liberal, Southern, CEE) und sind an die institutionellen Settings gebunden. In Ländern etwa, wo die Karenz lang und bezahlt ist (etwa Nordics und German-Speaking), ist die Einbuße im Arbeitsentgelt bei Frauen am größten. 

Es lohnt sich jedenfalls, sich der Komplexität des Themas anzunähern und die politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen von ökonomischen Kosten des Kinderkriegens zu berücksichtigen. 

Hier der gesamte Artikel zum Vertiefen: https://link.springer.com/article/10.1007/s11205-022-02942-5 – abgerufen 12.3.2024

Foto von Liane Metzler auf Unsplash